Der Magen
Der Magen ist der Speiseröhre (Oesophagus) nachgeschaltet und liegt unterhalb des Zwerchfells. Er ist eine Ausweitung des Verdauungsschlauches links im Oberbauch zwischen Leber und Milz. Nach hinten liegt er auf der Bauchspeicheldrüse. Der Magen hat zwei Hauptfunktionen. Er ist das erste Verdauungsorgan und befördert mit seiner motorischen Funktion durch Säure und andere Verdauungsfermente die zerkleinerten Lebensmittelbestandteile in den nachgeschalteten Zwölffingerdarm. Er hat zudem eine Reservoarfunktion
Eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut wird als Gastritis bezeichnet. In den allermeisten Fällen verursacht die Gastritis keine Beschwerden (Symptome) und ist nur ein Zufallsbefund bei der Endoskopie. Sehr viele Leute haben eine Gastritis, ohne dass sie je etwas davon verspüren. Die häufigste Ursache ist eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Auch Medikamente wie Antirheumatika, Alkohol und andere Chemikalien können eine Gastritis verusachen. Andere Erkankungen des Körpers (z. B. Autoimmune Gastritis) können eine chronische Magenschleimhautentzündung verursachen.
Beschwerden - Gefahren
In den meisten Fällen bestehen keine Beschwerden oder Schmerzen. Eine Behandlung der Gastritis (Magenschleimhautentzündung) ist trotzdem von großer Wichtigkeit, da Gastritis die Voraussetzung für Folgeerkrankungen wie Magengeschwüre und in seltenen Fällen auch für Magentumore schafft.
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Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sind scharf begrenzte tiefe Schleimhautdefekte (Wunden), die bis in die tiefen Wandschichten des Magens oder des Zwölffingerdarms reichen. Die Ursache der Geschwüre ist in den meisten Fällen eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Daneben sind Antirheumatika auch häufig Ursachen von Magen- und weniger auch von Zwölffingerdarmgeschwüren.
Die Ulkusschmerzen sind von dumpfen brennendem und schlecht lokalisierbarem Charakter im Bereich des mittleren Oberbauchs. Die Schmerzen strahlen auch gegen den Rücken oder gegen die Nabelgegend aus.
Komplikationen von einer Blutung oder einer Perforation (Durchbruch) in die Bauchhöhle oder in Nachbarorganen treten bei ca. 10 % der Geschwüre auf.
Abklärungen - Voruntersuchungen
Die Magen- und Zwölffingerdarmspiegelung ist die beste Untersuchungsmethode, da neben der Diagnosestellung auch gewisse Behandlungen wie zum Beispiel Blutstillung durchgeführt werden können. Zudem können Gewebeproben entnommen werden, die helfen zwischen gutartigen und den selten bösartigen Geschwüren zu unterscheiden. Gleichzeitig kann auch abgeklärt werden, ob eine Helicobacter-pylori-Infektion vorliegt.
Therapie / Behandlungsmethoden
Die Geschwüre können heute sehr gut mit Medikamenten, welche die Magensäurebildung hemmen behandelt werden. In der Regel sind die Geschwüre nach wenigen Tagen schmerzfrei und nach 4 bis 6 Wochen abgeheilt. Falls eine Helicobacter-pylori-Infektion vorliegt, muss zusätzlich eine Antibiotika-Therapie durchgeführt werden.
Falls die Geschwüre durch Medikamente (z.B. Antirheumatika) verursacht wurden, sollten diese abgesetzt werden oder nur noch unter Schutz von Medikamenten, die die Magensäureproduktion vermindern, eingenommen werden.
Nachsorge
Eine Nachsorge ist nur beim Magengeschwür nach zirka 6 bis 8 Wochen nötig, damit man sicher ist, dass es abgeheilt ist und kein bösartiges Geschwür vorliegt. Ebenfalls muss bei gewissen Komplikationen gelegentlich eine Nachkontrolle durchgeführt werden.
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