Sie wächst in Anbaukulturen in allen tropischen und subtrobischen Gegenden der Weltkugel - die Aloe Vera. Als sogenanntes Grasbaumgewächs bildet sie oberhalb der Wurzeln als stammloses oder sehr kurzstämmiges Gewächs dichte Anordnungen von dickfleischigen, stark flüssigkeitshaltigen Auswächsen von bis zu 50 Zentimetern Länge.
Sie ähnelt in ihrem Aussehen dabei eher einem Kaktus, als einer Blattpflanze. Zur Verwendung kommen ausschließlich Aloe Vera Pflanzen aus Anbaukulturen, denn die wild wachsende Aloe Vera, oder auch Wüstenlilie, ist geschützt.
In der Naturmedizin ist die Aloe Vera nicht nur ein Verkaufsschlager der letzten Dekaden. Schon im alten Ägypten galt die Aloe Vera als Heilpflanze, aus der pharmazeutische Salben hergestellt wurden. Auch im alten Christentum war die Wüstenlilie als Heilmittel bekannt. In alten Schriften wird ihr eine abführende und blutgerinnende Wirkung attestiert. Auch zur Behandlung von Gelenk- und Kopfschmerzen, Hämorrhoiden und Haarausfall soll sie schon vor 2000 Jahren verwendet worden sein.
Um dem wahren Geheimnis der Aloe Vera auf die Schliche zu kommen, hat sich auch die moderne Forschung der Pflanze angenommen. So wurden von Universitäten in Schweden und Indien Studien durchgeführt, die eine Heilwirkung gegen Schuppenflechte nachzuweisen versuchten.
Das Ergebnis war eindeutig, denn nach insgesamt 17 Monaten Tests und Beobachtung konnte eine deutliche Verbesserung der Beschwerden bei den Probanten gemessen werden. Die Wissenschaftler gaben zu Protokoll, dass die Aloe Vera als „sicheres alternatives Mittel zur Psoriasistherapie angesehen werde“. (Quelle: PSO Magazin, April 1998)
Auch beim 1. Aloe Vera Symposium in Nürnberg im Jahr 2010 trafen unterstützten Wissenschaftler die heilsamen Wirkkräfte der Aloe Vera. Einig war man sich darüber, dass die Aloe Vera besonders gut mit anderen Therapien kombiniert werden könne, da sie völlig frei von Neben- und Wechselwirkungen sei. Für die Zukunft setze man noch große Hoffnungen in die Heilpflanze, deren Wirkkräfte heute längst noch nicht ausreichend erforscht und belegt seien. (Quelle: PRO Vita, Mai 2010)
Moderne Labors sind heute in der Lage, rund 160 unterschiedliche Stoffe nachzuweisen, welche die biologische Struktur der Aloe Vera ausmachen. Dabei sind es nicht einzelne Bauteile, denen man eine Heilwirkung nachweisen könnte, und das macht die Besonderheit der Aloe Vera aus. In einer scheinbar perfekten Abstimmung der einzelnen Komponenten entstehen Synergien, die der Pflanze ihre Stärke verleihen.
Im Einzelnen gehören zu den Inhaltsstoffen:
Die Aloe Vera kann innerlich und äußerlich angewandt werden. Gesundheit, Schönheit und Anti-Aging sind die Hauptgebiete, in denen Aloe Vera Produkte vermarktet werden.
Für die äußerliche Anwendung werden Lotionen, Gels, Cremes und Seifen hergestellt. Auch Zahnpasta, Shampoos und anderen Kosmetikprodukten werden angeboten, denen Anteile der Aloe Vera beigemischt sind. Für die erste Hilfe bei Wundbehandlungen gibt es Aloe-Mischungen als Spray und auch für die Lippenpflege werden spezielle Pflegestift angeboten.
In der innerlichen Anwendung kommt die Heilwirkung in Form von Saft oder Getränkemischungen mit Aloe-Beigabe zur Geltung. Aufgeschnitten kann die Aloe Vera auch pur verzehrt werden. Besonders einfach in der Anwendung sind Nahrungsergänzungsmittel, die als Dragees und Kapseln mit Aloe Vera in Pulverform angeboten werden.
| Aloe Vera Gel zur Hautpflege |
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